Angeln auf Aal
Der Aal zählt zu den spannendsten Zielfischen unserer Gewässer. Seine nächtliche Lebensweise, kraftvollen Fluchten und sein ausgeprägter Geruchssinn machen das Aalangeln zu einem besonderen Erlebnis. Ob am ruhigen See oder im strömenden Fluss – mit der richtigen Taktik steigen die Fangchancen deutlich.
Aalangeln im See
In Seen halten sich Aale häufig in Uferbereichen mit Schilf, Krautfeldern, versunkenen Bäumen oder steinigen Strukturen auf. Besonders in den Abend- und Nachtstunden verlassen sie ihre Verstecke auf Nahrungssuche.
Erfolgreiche Plätze:
- Schilfkanten und Seerosenfelder
- Stege und Bootsanleger
- Übergänge von hartem zu weichem Grund
- Bereiche mit versunkenem Holz
Bewährte Köder:
- Tauwürmer
- Mistwürmer
- Köderfische oder Fischfetzen
- Garnelenstücke
Die Montage sollte möglichst einfach gehalten werden. Eine Grundmontage mit Laufblei und einem etwa 50 bis 80 Zentimeter langen Vorfach hat sich bewährt.
Aalangeln im Fließgewässer
Flüsse bieten hervorragende Bedingungen für kapitale Aale. Die Strömung transportiert Geruchsstoffe weit durchs Wasser und lockt die Räuber gezielt zum Köder.
Hotspots im Fluss:
- Buhnenfelder
- Kehrströmungen
- Brückenbereiche
- Hafeneinfahrten
- Tiefere Außenkurven
Bei stärkerer Strömung empfiehlt sich ein schwereres Grundblei, damit der Köder sicher am Platz bleibt. Besonders erfolgreich sind natürliche Köder wie Tauwürmer oder Fischfetzen, die starke Duftspuren erzeugen.
Die beste Zeit für Aal
Die Hauptsaison beginnt meist im späten Frühjahr und reicht bis in den Herbst. Besonders erfolgversprechend sind:
- Warme Sommernächte
- Bewölkte und schwüle Wetterlagen
- Die Stunden nach Sonnenuntergang
- Nächte vor einem Wetterumschwung
Tipps für mehr Erfolg

✔ Geräuscharm ans Wasser gehen
✔ Frische Naturköder verwenden
✔ Mehrere interessante Plätze ausprobieren
✔ Regelmäßig die Köder kontrollieren
✔ Stirnlampe und Kescher griffbereit halten
Fazit
Wer den Aal gezielt beangeln möchte, sollte vor allem auf die richtigen Standplätze und natürliche Köder setzen. Während im See strukturreiche Uferzonen besonders interessant sind, überzeugen im Fluss strömungsberuhigte Bereiche und tiefe Rinnen. Mit Geduld und einer gut vorbereiteten Nacht am Wasser stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Fang sehr gut.
Alle Angaben ohne Gewähr

