Angeln in der Hauptstadt

🎣 Angeln in Berlin – City, Randbezirke, Schonzeiten und die besten Gewässer

Berlin ist nicht nur eine Stadt der Sehenswürdigkeiten, sondern auch ein echtes Revier für Angler. Zwischen Spree, Havel, Kanälen und großen Seen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Angel auszuwerfen. Ob mitten in der City zwischen Brücken und Spundwänden oder draußen in den grünen Randbezirken – Berlin bietet abwechslungsreiche Angelplätze für Friedfisch- und Raubfischangler.

Doch wo lohnt sich das Angeln besonders? Welche Fischarten kann man fangen und welche Schonzeiten und Mindestmaße muss man beachten?

🏙️ Angeln mitten in der Berliner City

Wer urbanes Angeln liebt, findet entlang der Spree und an verschiedenen Kanälen interessante Möglichkeiten. Hier trifft Großstadtflair auf spannende Fischerei.

Interessante Bereiche für City-Angler:

  • Spree in Mitte und Friedrichshain: Interessant für Barsch, Plötze, Blei und weitere typische Flussfische. Strömung, Schiffsverkehr und wechselnde Wassertiefen machen die Platzwahl entscheidend.
  • Spree rund um Treptow: Uferbereiche und strömungsärmere Abschnitte können sich für Friedfisch- und Raubfischangler eignen.
  • Landwehrkanal: Ein urbanes Revier, in dem sich je nach Abschnitt und Bedingungen unter anderem Barsche und Friedfische beangeln lassen.
  • Spree in Charlottenburg und Richtung Spandau: Hier verändern sich Strömung, Uferstruktur und Gewässerbreite – interessant für Angler, die unterschiedliche Stellen ausprobieren möchten.

Tipp: An Spundwänden, Brückenpfeilern, Hafeneinfahrten und Übergängen zwischen Strömung und ruhigem Wasser können sich Fische aufhalten. Achte auf Schiffsverkehr, sichere Standplätze und örtliche Angelverbote. Nicht jeder Uferabschnitt ist automatisch zum Angeln freigegeben.

🌳 Angeln in den Berliner Randbezirken

Wer es ruhiger mag, findet außerhalb des dichten Stadtzentrums viele attraktive Gewässer. Gerade an größeren Seen, Buchten und naturnahen Uferabschnitten lohnt es sich, verschiedene Stellen zu erkunden.

Köpenick, Müggelsee und Dahme

Der Südosten Berlins ist für seine weitläufigen Wasserflächen bekannt. Müggelsee, Müggelspree und Dahme bieten abwechslungsreiche Bedingungen. Je nach Gewässerabschnitt kommen beispielsweise Barsch, Hecht, Zander und verschiedene Friedfische infrage.

Spandau und die Havel

Die Havel und ihre angrenzenden Gewässer sind für viele Berliner Angler besonders interessant. Unterhavel, Oberhavel und der Bereich um Spandau bieten unterschiedliche Strömungs- und Uferverhältnisse. Hier lohnt sich die Suche nach geeigneten Kanten, Buchten und strukturreichen Stellen.

Tegel und Reinickendorf

Tegeler See, Oberhavel und weitere Gewässer im Norden bieten Möglichkeiten für unterschiedliche Angelmethoden. Welche Abschnitte befischt werden dürfen, hängt von der jeweiligen Angelkarte und den örtlichen Bedingungen ab.

Steglitz-Zehlendorf und Wannsee

Auch im Südwesten gibt es interessante Angelgewässer. An Seen und Havelabschnitten sollte man besonders auf Schutzgebiete, Uferzugänge, Bootsverkehr und die jeweiligen Erlaubnisbedingungen achten.

Unser Tipp: Wer Ruhe sucht, sollte früh morgens oder an geeigneten Tagen außerhalb der Hauptbesuchszeiten ans Wasser gehen. Naturufer sind allerdings nicht automatisch frei zugänglich oder zum Angeln freigegeben.

🐟 Welche Fischarten gibt es in Berlin?

In Berlins Gewässern kommen zahlreiche Fischarten vor. Häufig anzutreffen sind unter anderem:

  • Barsch: Ein beliebter Zielfisch für Spinnangler.
  • Hecht: Interessant an geeigneten Uferstrukturen und in verkrauteten Bereichen, sofern die geltenden Regeln beachtet werden.
  • Zander: Vor allem für Raubfischangler interessant; Gewässerbedingungen und rechtliche Vorgaben sind entscheidend.
  • Plötze und Rotfeder: Typische Friedfische für die leichte Posen- oder Grundangelei.
  • Blei: Ein klassischer Zielfisch in vielen größeren Gewässern.
  • Aal: Kommt in Berliner Gewässern vor; es gelten Mindestmaß und Fangbegrenzungen.
  • Karpfen und Schleie: Interessant für Friedfischangler an geeigneten Gewässern.

Welche Arten tatsächlich am jeweiligen Platz vorkommen und gefangen werden dürfen, hängt vom Gewässer, dem Fischbestand und den geltenden Erlaubnissen ab.

📅 Schonzeiten und Mindestmaße in Berlin

Vor dem Angeln sollte man unbedingt die aktuelle Berliner Landesfischereiordnung kennen. Die folgenden Werte sind wichtige Beispiele aus den Berliner Landesregeln. Zusätzliche oder strengere Vorgaben auf der jeweiligen Angelkarte sind zu beachten.

FischartSchonzeit in BerlinMindestmaß
AalKeine50 cm
Hecht1. Januar bis 30. April45 cm
Bachforelle1. Oktober bis 30. April30 cm
Bachsaibling1. Oktober bis 30. April25 cm
Äsche1. Dezember bis 31. Mai30 cm
AlandKeine30 cm
DöbelKeine30 cm
HaselKeine15 cm

Wichtig: Die Tabelle ist eine Auswahl und keine vollständige Liste aller geschützten Fischarten. Für Zander und weitere Arten sind die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben und die Bedingungen der konkreten Angelkarte maßgeblich. Prüfe sie vor dem Angeln in der offiziellen Übersicht des Fischereiamtes Berlin.

Untermaßige Fische und Fische, die während ihrer Schonzeit gefangen werden, müssen grundsätzlich unverzüglich und schonend in das Fanggewässer zurückgesetzt werden. Für bestimmte Arten bestehen außerdem Fangverbote.

⚠️ Wichtige Angelregeln für Berlin

Damit der Angelausflug nicht unnötig teuer wird, solltest du einige Regeln kennen:

  • Gültige Berechtigung: Du benötigst die erforderlichen fischereirechtlichen Nachweise und eine gültige Angelerlaubnis für das konkrete Gewässer.
  • Schonzeiten und Mindestmaße: Vor jedem Angelausflug kontrollieren und einen geeigneten Maßstab dabeihaben.
  • Raubfischangeln: Vom 1. Januar bis zum 30. April gelten in Berlin besondere Einschränkungen für Raubfischköder. Dazu zählen unter anderem Köderfische und Kunstköder mit einer Gesamtlänge von mehr als 2 cm.
  • Angelruten: Grundsätzlich sind höchstens zwei Handangeln zulässig; beim Spinn- oder Fliegenfischen ist nur eine Angel erlaubt.
  • Fangbegrenzung: Pro Person und Fangtag dürfen höchstens drei Aale und drei Zander angelandet oder mitgeführt werden.
  • Lebende Köderfische: Ihre Verwendung ist verboten.
  • Gewässerschutz: Müll, Schnurreste und Haken gehören nicht ans Ufer. Schutzbereiche, Privatgrundstücke und örtliche Verbote sind zu respektieren.

Auch die Angelkarte kann zusätzliche Einschränkungen enthalten. Deshalb gilt: Nicht nur auf die Fischart achten, sondern immer auch auf den genauen Gewässerabschnitt.

🧰 Welche Ausrüstung eignet sich?

Für die City reicht häufig eine kompakte Spinnrute oder eine leichte Friedfischrute. An größeren Seen und an der Havel können je nach Angelmethode längere Ruten, passende Schnüre und robustere Montagen sinnvoll sein.

Für einen gelungenen Angeltag gehören außerdem Maßband, Hakenlöser, Kescher, Zange und ein Behälter für den eigenen Müll zur Grundausstattung. Wer mit Kunstködern angelt, sollte die zulässigen Ködergrößen und die jeweiligen Schonzeiten berücksichtigen.

🌅 Fazit: Berlin ist ein vielseitiges Angelrevier

Ob Spree in der Innenstadt, Landwehrkanal, Havel in Spandau oder die weitläufigen Gewässer rund um Köpenick und den Müggelsee – Berlin bietet viele Möglichkeiten, das Angeln mit Natur und Stadtleben zu verbinden.

Entscheidend sind die richtige Platzwahl, Rücksicht auf andere Menschen und die Natur sowie die Kenntnis der geltenden Schonzeiten und Mindestmaße.

Petri Heil und viel Erfolg am Berliner Wasser! 🎣

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Bundesländer abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert